DODEKANES
Am Treffpunkt dreier Kontinente reihen
sich inmitten der tiefblauen Agais zwischen der kleinasiatischen Kuste
und Kreta die Inseln des Dodekanes wie strahlende Perlen auf dem blauen
Samt des ewigen Meers aneinander. In diesem von der Sonne besonders
verwohnten Teil Griechenlands hat die Natur ein wahres Paradies geschaffen,
das von der bewegten Geschichte dreier Jahrtausende gepragt ist.
Die Inseln, die bereits seit dem funften vorchristlichen Jahrhundert
bekannte Handelsstutzpunkte darstellten, wurden nacheinander von den
Romern, den Arabern, den Rittern des Johanniterordens, den Turken und
den Italienern eingenommen. Jeder Eroberer hinterlie? lebendige Spuren
seiner Anwesenheit, als wollte er die Inseln fur immer zu seinem Eigentum
erklaren. Hunderte historiche Monumente aus orientalischen und westlichen
Kulturen verschmelzen hier zu einem harmonischen Gesamtbild: Antike
Tempel, hellenistische Mosaike, byzantinische Kirchen, Ritterburgen
und klassizistische Herrenhauser vereinen sich zu einem einmaligen Erlebnis
fur den Betrachter.
Doch auch von der Natur wurde der Dodekanes reich mit reizvollen Landschaften
beschenkt: Golden schimmernde Buchten, tiefblaues, kristallenes Meer,
hohe, uppig bewachsene Bergmassive, Hohlen und Biotope bezaubern den
Besucher wie die Sirenen der griechischen Sage, als wollten sie ihn
fur immer in ihren Bann ziehen.
Die Bewohner des Dodekanes, einfache
und sehr gastfreundliche Menschen, wissen als echte Inselbewohner sehr
wohl die reichen Gaben der Natur und der Geschichte mit ihren Gasten
zu teilen, sind aber gleichzeitig darum bestrebt, die von vergangenen
Generationen uberlieferten Sitten und Brauche zu erhalten, zu pflegen
und weiterzugeben.
Die beiden gro?ten Inseln des Dodekanes, Rhodos und Kos, zahlen zu den
bekanntesten Ferienzielen Europas und bieten dem Besucher ein Dienstleistungsniveau,
das hohen Anspruchen gerecht wird, sowie ein umfassendes Angebot an
Sehenswurdigkeiten, Unterkunfts- und Freizeitmoglichkeiten fur jede
Altersgruppe und jeden Urlaubertyp.
Den ubrigen Inseln ist es gelungen, ein ideales Gleichgewicht zwischen
touristischer Entwicklung und traditionellem Inselleben zu erhalten.
Karpathos, Patmos, Leros, Symi, Kalymnos und Astypalea bieten dem Besucher
modernen Komfort inmitten eines deutlich traditionell gepragten Ambientes.
Die kleineren Inseln des Dodekanes sind wahre Oasen der Ruhe und landschaftlichen
Schonheit, Zufluchtsorte fur wenige, wahlerische Urlauber. Auf Tilos,
Nisyros, Lipsi, Chalki, Kassos, Kastelorizo und Agathonisi konnen Sie
den Luxus eines privaten Badestrandes mit kristallklarem Wasser genie?en.
R H O D O S
Rhodos ist die grosste Insel der Dodekanes und hat dank seiner geographischen
Lage, dem angenehmen Klima und seiner Naturschonheiten schon immer eine
bedeutende Rolle gespielt. Die Westkuste lauft meist in flachen Ebenen
aus, die Ostkuste dagegen endet vorwiegend in Steilhangen. Im ubrigen
ist die Insel, deren hochste Erhebung der Ataviros (1.215 m) ist, ausserordentlich
fruchtbar.
Im Altertum-damals hiess sie auch Aithraia ( die Heitere), Ophioussa
(die Schlangenreiche) und Telchinis (Insel der Telchiner)-galt sie als
insel des Helios, des Sonnengottes. Pindaros schreibt in einer seiner
Oden, sie dei das Produkt der Liebe des Helios zur Nymphe Rhoda gewesen.
Eine wichtige Station in der Geschichte der Insel, die schon in der
Jungsteinzeit besiedelt wurde, war 700 v. Chr. Die Grundung der Dorischen
Hexapolis zusammen mit Knidos, Halikarnassos und Kos. Die wirtschaftliche
und politische Blutezeit dauerte bis ins 3. Jh. V. Chr., als Rhodos
in der Agais die Fuhrungsrolle ubernahm. !309 erobern die Ritter des
Johanniterordens die Insel - in dieser Zeit entsteht die mettelalterliche
Stadt und die Burg mit dem Grossmeisterpalast, die wir heute so bewundern.
Die Hauptstadt Rhodos an der Nordspitze liegt an derselben Stelle wie
die antike Stadt, die 408 v. Chr. nach Planen des beruhmten Architekten
Hippodamos von Milet erbaut wurde. Sie begann am Monte Smith- Hugel,
wo sich die Akropolis befand, und reichte bis hinunter zur mittelarterlichen
Stadt. Erhalten sind Reste verschiedener Tempel -des Zeus, der Athene
Polias und des Apollon-, des Stadions und des Gymnasions. Das Theater
wurde rekonstruiert.
Die mittelalterliche Stadt ist von einem Mauerring umgeben und durch
eine Mauer in die nordliche Ritterstadt ( Collachium) und die grossere
sudliche Handesstadt (Hora oder Burgus) gegliedert. Die eigentliche
Ritterstadt durchzieht die "Ritterstrasse" , eine der grossten
Sehenswurdigkeiten der Stadt. Links und rechts der Strasse reihen sich
die Herbergen der sieben Landsmannschaften aneinander, die den Orden
ausmachten. Am Ende der Strasse erhebt sich der Grossmeisterpalast,
in dem jetzt eine Sammlung von Mobeln aus dem 16. und 17. Jh. Sowie
romische Mosaiken aus Kos ausgestellt sind. Im Ordensritterhospital,
einem der bedeutendsten Bauwerke der mittelalterlichen Stadt, ist heute
das Archaologische Museum untergebracht. Der "Burgus" wiederum
umfasste Wohnhauser, den Markt, die Synagogue, orthodoxe und katholische
Kirchen, Verwaltungsgebaude und Kasernen.
Uberall auf der Insel gibt es verlockende Ausflugsziele: das beruhmte
Schmetterlingstal mit den Schwarmen einer seltenen Schmettelingsart:
das antike Ialissos auf dem Filerimos - Hugel beim Ort Trianda mit Resten
des Zeus- und des Athena - Tempels sowie einem Kloster aus dem 15. Jh.;
das antike Kameiros mit Resten der dorischen Stadt; Kallithea mit den
Thermen sowie, Koskinou, Afandou , Faliraki und Rodini. In Lindos mit
seinen weissen Hauschen und verschlungenen Gassen erinnert die antike
Akropolis oben auf dem Steilfelsen mit dem Tempel der lindischen Athene
aus dem 4. Jh. V. Chr. An die grosse Vergangenheit dieses dorischen
Stadtstaates.
Weitere Hinweise
Flugverbindung besteht nach Iraklio (Kreta), Thessaloniki, Karpathos,
Kassos, Kos, Megisti (kastelloriso), Mykonos und Santorin. Fahrverbindung
besteht zu allen Inseln der Dodekanes sowie zu den Kykladen, nach Kreta,
nach Zypern, zu den Inseln der Ost-Agais und nach Israel.
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